Das zentrale Mahnmal für die Opfer der NSU-Gewalttaten am Kartäusertor wurde am 21. März 2013, dem „Internationalen Tag gegen Rassismus“ eingeweiht. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Straße der Menschenrechte.
Das Konzept wurde gemeinsam von der Stadt Nürnberg, den Angehörigen der drei Nürnberger Opfer, dem Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess, Dr. Mehmet Daimagüler, und der Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des „NSU“, Prof. Barbara John entwickelt.
Neben der Stele gehören auch vier Ginkgo-Bäume zum Gedenkort. Drei von ihnen stehen für die Nürnberger Opfer der NSU-Terrorzelle und der vierte für alle anderen Opfer rechtsextremer Gewalt.
Ähnliche Gedenktafeln wurden in den Städten Kassel, München, Rostock, Dortmund, Heilbronn und Hamburg errichtet. Alle tragen neben der namentlichen Nennung aller Opfer eine einheitliche Botschaft:
„Neonazistische Verbrecher haben zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen in sieben deutschen Städten ermordet: Neun Mitbürger, die mit ihren Familien in Deutschland eine neue Heimat fanden, und eine Polizistin. Wir sind bestürzt und beschämt, dass diese terroristischen Gewalttaten über Jahre nicht als das erkannt wurden, was sie waren: Morde aus Menschenverachtung. Wir sagen: Nie wieder!
Enver Şimşek, 11. September 2000, Nürnberg
Abdurrahim Özüdoğru, 13. Juni 2001, Nürnberg
Süleyman Taşköprü, 27. Juni 2001, Hamburg
Habil Kılıç, 29. August 2001, München
Mehmet Turgut, 25. Februar 2004, Rostock
İsmail Yaşar, 9. Juni 2005, Nürnberg
Theodoros Boulgarides, 15. Juni 2005, München
Mehmet Kubaşık, 4. April 2006, Dortmund
Halit Yozgat, 6. April 2006, Kassel
Michèle Kiesewetter, 25. April 2007, Heilbronn
Gemeinsame Erklärung der Städte Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund, Kassel und Heilbronn, April 2012.“